Zum Träger Diakoniewerk Jerusalem e.V.Im Folgenden bekommen Sie in Form einer kurzen Rückschau einen kurzen Abriß zur Entstehung des Trägers „Diakoniewerkes Jerusalem e.V. Hamburg“ und insbesondere zur Geschichte der Jugendhilfe im Diakoniewerk Jerusalem e.V. Die Jerusalem Gemeinde 1845Die Jerusalem Gemeinde ist eine Gründung der Irisch-Presbyterianischen Kirche. Die Gemeinde wurde nachhaltig geprägt durch Dr. Arnold Frank, der ab 1884 Pastor der Gemeinde war. Er gründete ein Missionshaus, in dem jüdische Männer auf ihrem Weg nach Übersee Unterkunft, Arbeit und Bibelunterricht erhielten. Bau der Jerusalem- Kirche, des Diakonissenhauses und des Krankenhauses 1911 1939Unter dem Regime der Nazionalsozialisten während des zweiten Weltkrieges wurde im Jahre 1939 die Schließung der Jerusalem-Kirche angeordnet und das Krankenhaus zwangsweise in „Krankenhaus am Moorkamp“ umbenannt. 1962Im Jahre 1962 geht die Jerusalem-Gemeinde durch Kirchenvertrag in die Evangelisch-Luth. Kirche in Hamburg über. Sie behält die besondere Aufgabe des „Dienstes an Israel“. Gleichzeitig wird die Diakonissenanstalt Jerusalem e.V. ein freies Werk in der Landeskirche. 1980Seit 1980 heißt die gesamte Institution „Diakoniewerk Jerusalem e.V. Hamburg". Das Werk ist Mitglied im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) Das Diakonissenhaus Jerusalem dient den Diakonissen als Mutterhaus. Das Krankenhaus Jerusalem ist ein Belegarzt-Krankenhaus mit überwiegend operativer Tätigkeit in den Fachbereichen Gynäkologie, Orthopädie, Chirurgie, Innere Medizin, Kardiologie und Herzchirurgie. Zur Kinder- und Jugendhilfe im Diakoniewerk Jerusalem e.V.1949Die Kinder- und Jugendhilfe im Diakoniewerk Jerusalem e.V. Hamburg hat ihren Ursprung in der Errichtung des evangelischen Kinderheimes Bevensen, das im Jahre 1949 eröffnet wurde. Die Schwesternschaft des Diakonissenhauses Jerusalem schuf damals – in Zusammenarbeit mit der Judenchristlichen Allianz und dem Diakonissenmutterhaus in Bern (Schweiz) – für notleidende Kinder rassisch Verfolgter und für Waisen eine Erholungs- und Heimstätte. Die damalige Oberin Albertine von Cölln setzte sich dafür ein, ein Haus außerhalb des zerbombten Hamburg zu finden. Durch Verwandte der Oberin, die in Bad Bevensen ansässig waren, konnte man dort schließlich ein 17.000 qm großes Wald- und Heidegrundstück am Rande des Ortes erwerben. Einweihung Kinderheim JerusalemAm 08. Juli 1949 fand die festliche Einweihung des „Kinderheimes Jerusalem“ statt. AlbertinenhausAm 15. Juli 1949 wurde die Baracke dann von den ersten 21 Kindern im Alter von 3 bis 14 Jahren bezogen, die nicht nur aus Hamburg sondern über die Judenchristliche Allianz auch aus anderen Städten (Hannover, Nürnberg usw.) kamen. Die Kinder blieben i.d.R. 4 Wochen. SchweizerhausMit finanzieller Hilfe des Berner Diakonissenhauses wurde auf einem anderen Teil des Geländes im Januar 1949 der Grundstein für ein massives Haus gelegt. Schon während der Bauphase dieses sog. „Schweizerhauses“ (weil es mit Hilfe der Schweiz erbaut wurde) fragten die Jugendämter nach Unterbringungsmöglichkeiten an, da inzwischen viele Kinder den Säuglingsheimen entwachsen waren. Zu einem „Zuhause“ wurde es für die Kinder hauptsächlich dadurch, dass Diakonissen mit ihnen zusammen lebten und jedes Kind eine Patin im Diakonissenmutterhaus in Hamburg hatte. Bis heute noch bestehen enge Kontakte zu einigen dieser „ehemaligen Kinder“ und ihren Familien. In den folgenden Jahren wurde das Haus durch Anbauten erweitert (Verwaltungs- und Wirtschaftsbereich sowie Eßzimmer und Wohnräume). Elisabethhaus1966 wurde das Elisabethhaus (nach der zu der Zeit amtierenden Oberin Elisabeth benannt) mit 40 Plätzen gebaut und im Jahr 1969 das noch als Baracke existierende aber unbewohnte Albertinenhaus abgerissen und neu erbaut. Zu dieser Zeit wurden in den Häusern auf dem Grundstück Röbbeler Straße 20 bis zu 72 Kinder und Jugendliche in 7 Gruppen betreut. 1983 bis HeuteIm Verlauf der Jahre änderte sich vieles. Die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen wurden erheblich schwieriger und komplexer. Es wurden zunehmend Kinder und Jugendliche betreut, die zum Teil erhebliche Auffälligkeiten im sozialen sowie im Leistungsbereich aufweisen, u.a.:
In den Jahren 1982 und 1983 begann die Umstrukturierung des Kinderheims in ein Verbundsystem verschiedener, durchlässiger Hilfeformen.
Die später im Kinder- und Jugendhilfegesetz (heute SGB VIII) benannten Hilfen zur Erziehung wurden bereits im Vorfeld im Diakoniewerk Jerusalem e.V. verwirklicht und später weiter ausgebaut. Heute bieten wir u. a. folgende Hilfeformen an:
Seit 2 Jahren bieten wir ein Mehrgenerationen-Haus an. Insgesamt betreut unsere Kinder und Jugendhilfe heute ca. 180 Kinder und Jugendliche in verschiedenen Betreuungsformen in Hamburg und Schleswig-Holstein, in den Landkreisen Uelzen, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg und Stendal. Unser Ziel ist es heute, die Hilfen verstärkt im Lebensfeld, im Sozialraum der Kinder und deren Familien zu geben. Das unsere Mitarbeiter während der vielen Jahren gute und qualifizierte Mädchen 1955 bis 1970: Jugendliche 1968 bis 1975: Jugendliche 1983 aufgenommen, bis 1992 betreut: |
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