JHZ Uelzen

Lage

Das Jugendhilfezentrum (JHZ) befindet sich in einem Einfamilienhaus. Das bestehende Bus- und Bahnnetz verbindet Uelzen mit den umliegenden Ortschaften des Landkreises. In dem zweistöckigen Haus befinden sich funktionale Räume, die als Spiel- und Hausaufgabenräume ausgestattet sind. Als Außenanlage steht ein Garten mit Spielgeräten und einer Werkstatt zur Verfügung. Freizeitangebote wie z.B. Frei- und Hallenbad, Spielplätze, Skater- und In-Liner-Bahn, Kino, Jugend­zentrum, Bücherei sind in Uelzen angesiedelt.
Das Angebot des JHZ richtet sich an Familien und ihre Kinder der Stadt Uelzen und Suderburg.

Personelle Situation

Im Team arbeiten eine Dipl. Sozialpädagogin mit der Zusatzausbildung zur systemischen Familienberaterin und eine Erzieherin mit der Zusatzausbildung zur Mediatorin. Darüber hinaus ist im Haus eine Hauswirtschaftskraft tätig, die u. a. für die Kinder kocht.

Selbstverständnis

Die Akzeptanz und Wertschätzung der Eltern/Familien ist ein wichtiger Aspekt in der pädagogischen Arbeit. Familien dort abzuholen, wo sie stehen, ist der erste Schritt in der Zusammenarbeit. Ziele der Arbeit mit den Kindern und Familien sind die Erweiterung des Selbstwertgefühls und Selbstvertrauens sowie die Bewusstmachung und Förderung ihrer Fähigkeiten und Ressourcen.

Kinder sind autonome und eigenständige Persönlichkeiten. Sie haben einen Anspruch darauf, so angenommen zu werden wie sie sind und sollten in ihren Stärken und Schwächen respektiert zu werden. Sie dürfen sich in ihrem eigenen Tempo entwickeln.

Erziehung hat mit Beziehung zu tun und wird durch sie bedingt. Beziehungen sind umso tragfähiger, je mehr sie von Verlässlichkeit, Klarheit und gegenseitigem Respekt gekennzeichnet sind. Das Interesse der Eltern an ihren Kindern an deren Bedürfnissen, Befindlichkeiten, Wünschen und Gefühlen stellt einen respektvollen Umgang dar.
Die Eltern sollen ihren Kindern Vertrauen und Zutrauen in die eigenen Kompetenzen entgegen bringen. Indem sie die kindliche Spontaneität, Intuition und die Fähigkeit für sich zu sorgen anerkennen, können sie diese für sich selbst nutzen. Kinder und Erwachsene können darüber Sicherheit und Stabilität in ihren Familien entwickeln und erfahren.
Kinder brauchen Halt und Orientierung, vermittelt durch verlässliche Bezugspersonen, die ihnen in Krisen und schwierigen Momente im Leben und in ihrer Entwicklung bedingungslos zur Seite stehen.

Soziale Gruppenarbeit 

In der Sozialen Gruooenarbeit (SGA)dient die Gruppe als Lernfeld und die Kinder/Jugendlichen sollen im Rahmen der SGA in einen realitätsnahen Alltag integriert werden.

  • Die Soziale Gruppenarbeit (SGA) findet an vier Tagen in der Woche statt. Die Kinder/ Jugendlichen kommen nach der Schule in die Gruppe und werden in einem Zeitrahmen von 11:00 bis 17:30 Uhr betreut.
  • Im Alltag findet ein gemeinsames Mittagesseen statt.
  • Die Hausaufgabenbetreuung ist auf 15:30 Uhr begrenzt. Hausaufgaben und Lerninhalte, die diesen Zeitrahmen übersteigen, werden von den Kinder/Jugendlichen im häuslichen Umfeld erledigt. 

Ziele:

  • Stärkung der Persönlichkeit und vorhandenen Ressourcen nutzbar machen und fördern;
  • Versäumte Entwicklungsschritte aufholen;
  • Stärkung der sozial/ emotionalen Entwicklung;
  • Sensibilisierung/ Entwicklung/ Förderung für die persönliche Gesundheitsfürsorge und Hygiene;
  • Förderung/ Einbindung in Tätigkeiten des lebenspraktischen Bereiches (u. a. Tischdienst, Einkauf);
  • Entwicklung von Selbständigkeit/ Eigenverantwortlichkeit in Bereichen wie Schule/ Freizeitgestaltung;
  • Übertragung der Entwicklungsschritte auf den häuslichen Bereich.

Angebote:

  • Versorgung
  • Gruppenangebot, Individuelle Kleingruppenarbeit und Freispiel
  • Ferienangebote/ Freizeitfahrt/ Elternveranstaltungen
  • Unterstützung im schulischen Bereich

Erziehungsbeistandschaft

Die Erziehungsbeistandschaft (EB) soll eine Unterstützung, Beratung und Begleitung für das Kind/ den Jugendlichen/ die Familie sein. Eltern haben die Möglichkeit, am Alltagsgeschehen im JHZ teilzunehmen, entwickelte Alternativen im Umgang mit ihrem Kind zu erproben und in den häuslichen Bereich zu übertragen.

Ziele:

  • Veränderung und Klärung von schwierigen/ belastenden Lebenssituationen
  • Bewältigung von persönlicher Schwierigkeiten und die Erreichung von persönlichen Zielen
  • Entwicklung anderer Strategien, die den eigenen Möglichkeiten entsprechen
  • Abbau sozial/ emotionaler Defizite, schulische Probleme 

Angebote:

  • Einzelgespräche/ Eltern- Kind- Gespräche/ Familiengespräche
  • Schulische Unterstützung
  • Freizeitgestaltung
  • Unterstützung/ Begleitung bei der Bewältigung von Alltagssituationen
  • Unterstützung zur Erreichung persönlicher Ziele/ Stärkung der Erziehungsverantwortung

Sozialpädagogische Familienhilfe

Das Angebot der Sozialpädagogischen Familienhilfe richtet sich an alle Familienmitglieder. Die Arbeit findet im Lebensfeld der Familien statt.

Ziele:

  • Entwicklung/ Erprobung anderer Formen im Miteinander
  • Stärkung der Erziehungsverantwortung
  • Vorhandene Stärken und Ressourcen nutzbar machen

Angebote:

  • Einbindung von sozialen Beziehungen, die für das familiäre System von Bedeutung sind
  • Beratung/Unterstützung/ Begleitung/ Stärkung bei der Entwicklung und Umsetzung neuer Umgangsweisen und Strukturen
  • Begleitung der Alltagssituationen im häuslichen Bereich (praktische Hilfe)
  • Kontakte, Austausch und Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, in denen die Familie und/ oder einzelne Familienmitglieder eingebunden sind.
Ansprechpartner*in
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Klaus Müller

Tel.: 05821-9830-32
Fax: 05821 9830 - 40

klaus.mueller@diakoniewerk-jerusalem.de